

Die Monegros im Norden sind ein ganz besonderes geologisches Wunderwerk, in dem Farben und Formen eine Landschaft von beeindruckender Schönheit und Plastizität mit zahlreichen Endemismen geschaffen haben, wie sie in keinem anderen Gebiet der Welt zu finden sind.
Im Süden des Ebro liegt das traditionell als Niederaragonien bezeichnete Gebiet, ein großzügiges Stück Land zwischen dem Ebro und den letzten östlichen Ausläufern des iberischen Massivs.
Aber der der ganz besondere Charakter wird diesem Gebiet durch ein hydraulisches Großwerk aus der neueren Zeit aufgeprägt, und zwar von dem sogenannten’ aragonesischen Meer’ (Talsperre von Mequinenza), das seinen Ursprung in dem gleichnamigen Staudamm hat, mit dem die Wasser des Ebro gestaut werden.
Dieses Binnenmeer erstreckt sich über eine Länge von 110 km und bildet die Grenze zwischen den Monegros und Niederaragonien. Die Ausmaße dieses Staubeckens sind derart groß, daß es klimabeeinflussend in seinem größeren Umfeld ist, die Wirtschaft der Anlieger und sogar deren Charakter geändert hat.
An den Ufern dieses aragonesischen Meers lebt die eigentlich für Dürregebiete typische Flora und Fauna heute im harmonischen Einklang mit Ufer- und Feuchtzonen-Arten. Fischreihe, Möwen und Spießenten teilen hier ihre Habitat mit Rebhühnern, Adlern und Aasgeiern.
Aber das aragonesischen Meer beherbergt unter seiner Oberfläche einen noch größeren Schatz, d.h. eine in ganz Europa einzigartige Unterwasserwelt. Der außergewöhnliche Reichtum an Fischen und vor Allem die Größe der Fische haben diesen Ort zu einem Muss für die Hobbyfischer aller Breitengrade gemacht.